Reinhardt’s im August 2026

Eigentlich hatten wir schon für letzten Donnerstag einen Tisch reserviert, aber wegen der weit über 30 °C an dem Tag haben wir es um eine Woche verschoben. Machte nichts, die Karte war dieselbe.

Nach dem obligatorischen alkoholfreien Riegele im Hops & Spirits und dem hausgebackenen Brot, heute mit Kräuterquark, Trüffel- und Tomatenbutter, hatte Ulrike Rotbarsch in Knusper-Chili-Panade mit Caponatagemüse, Couscous und Balsamicoschaum und ich Piccata vom Lüdinghausener Schweinefilet mit Tomaten-Bohnen-Risotto und Basilikumschaum. Herrlich! Zwischen diesem Schweinefilet und dem vorgestern Mittag bei Böinghoff lagen Welten, soll man gar nicht meinen.

Als Dessert nahmen wir Schokoladen-Crème-brûlée mit Beerensorbet und Tarte Tatin von der Zwetschge mit Stracciatella-Eis und wechselten zur Hälfte. Auch das war sehr lecker.

Dazu alkoholfreies Bier für mich und für Ulrike ein 2022er Plumbago Nero d’Avola aus Sizilien. Alles in allem wieder ein tolles Essen; wir freuen und auf den 24. September!

Allein beim Griechen

Eine entfernte Verwandte wollte im Delphi einen Tisch bestellen und bat Onkel Ulli sie dorthin zu fahren, damit sie da gleich ein Häppchen essen konnten. Zusätzlich fragten sie uns noch, und wir sagten zu, da es 10 Jahre her war, dass wir im Delphi essen waren – eigentlich immer nur zu Geburtstagsessen von Dieter (†) oder Stationsessen von Ulrike. Jedenfalls einigten wir uns auf heute, 17:00.

Pünktlich um 17:00 waren wir da, nur wer nicht kam, waren die beiden anderen. Nach 20 Minuten hat Ulrike mal angefragt, wo sie denn stecken, und da stellte sich heraus, dass sie den Delphi-Besuch auf Donnerstag verschoben hatten, und vergessen haben, uns Bescheid zu sagen. Toll!

Wir haben dann trotzdem da gegessen, denn morgen sind wir ja bei Reinhardt’s. Ulrike hatte sich schon den ganzen Tag auf Kalbsleber mit Reis, Zaziki und Salat gefreut, und ich nahm – da ich nicht den Riesenappetit hatte, den man beim Griechen braucht – einen Sportlerteller: 2 Susuki mit Bauernsalat. Das hat völlig gereicht.

Das Essen war erstaunlich gut, da werden wir auf jeden Fall noch einmal hin, denn Ulrike meinte, die Leber sei sehr gut gewesen, und ich möchte die Susiki mal mit Pommes!

Mittagstisch auf’m Dorf

Heute bleibt die Küche kalt, wir gehen in den Wienerwald, hieß es früher. Dummerweise scheitert das heute daran, dass es den Wienerwald in der Nordstraße schon seit über 30 Jahren nicht mehr gibt. Also haben wir unsere Liste mit den Mittagstischgelegenheiten durchforstet und sind auf Haus Böinghoff gekommen, mal gerade 12 Minuten von uns entfernt auf’m Dorf in Bönen-Flierich.

Bei Böinghoff, die es seit 1887 gibt, waren wir vor Corona hier und da wegen der gutbürgerlichen Küche wie Stielmus, Dicke Bohnen und dem jeden Donnerstag stattfindenden Reibekuchenessen, das es heute leider nicht mehr gibt.

Auch heute gibt es auf der Karte noch Hausmannskost und so hatte Ulrike Sülze mit Bratkartoffeln und ich Jägerfilet: kleine Portion Schweinelendchen in Champignonrahmsauce mit Kroketten und Salatbeilage. Danach wollten wir eigentlich noch die Herrencreme probieren, aber die passte nicht mehr rein.

Auf der Rückfahrt passierten wie dann auf der Gobel-von-Drechen-Straße in Pedinghausen den Hof Wever. Die haben an der Straße eine Einrichtung, die sie Scheunenmarkt nennen, einen Automaten, an dem man Eier, Grillfleisch, Kartoffeln, Honig usw. und auch Eis von Eis-Berger in Bergkamen, dieses leckere Konditoreneis, kaufen kann. Da mussten wir uns erstmal einen Becher holen, Löffel lagen in einer Box am Automaten bereit.

Alles in allem ein gutes Mittagsessen, da waren wir nicht das letzte Mal! Erstaunlich fanden wir, dass es so etwas auf dem Dorf überhaupt gibt, und dass die Gaststätte sogar gut besucht war, Einheimische, Fahrradgruppen, alles mögliche …

 

Ne Currywurst

¼ der Riesenmelone

Nachdem Ulrike heute nach 38 (!) Minuten mit ihrem Kontrolltermin beim Augenarzt fertig war, sind wir erstmal zum Oli-Markt an der Wilhelmstraße, um dort ¼ dieser riesigen türkischen oder marokkanischen Melonen zu kaufen. Wenn man die einmal gegessen hat, mag man die aus deutschen Läden nicht mehr. Und sie sind bei Oli, Erdemli oder im Kara Markt auch noch unschlagbar günstig.

Als wir dann Richtung Heimat fuhren sprachen wir übers Mittagessen, und als wir am Schwarzen Weg an der Ampel standen, meinte Ulrike: „Wie wäre es mit einer Currrywurst bei BÖCKELS Beste auf dem Parkplatz vom Hellweg-Baumarkt?” Na, da war ich doch sofort dabei.

Bei Böckels sind wir im April schonmal gewesen und hatten Wurst, Pommes und Currysoße für ausgezeichnet befunden, und das war sie auch diesmal. Die Wurst hat ein sehr gutes Brät und eine nicht zu dicke oder zähe Pelle, die Pommes werden dort wie in Belgien doppelt frittiert. Ulrike blieb bei der wirklich geschmackvollen Soße auf Schärfestufe 1, aber ich traute mich an Stufe 3 mit 50.000 Scoville. Das war zu den 8.000 im April schon ein deutlicher Unterschied, aber auf 4 mit 100.000 Scoville werde ich wohl erstmal nicht.

Ach ja: Neu zum April war, dass man sich Mayo und Ketchup selbst zapfen darf, das ist sehr praktisch.

Trotzdem ist diese Currysoße nur unsere #2. Die #1 ist die in der Kölner Manufaktur Zooze in Zusammenarbeit mit Gaffel hergestellte, die schlägt alles.

10 Jahre Reinhardt’s

10 Jahre gibt es Reinhardt’s Restaurant und Weinbar jetzt. Eröffnet im Mai 2016, machten sie es aber wie die Queen früher: Gefeiert wird der Geburtstag erst später bei schönen Wetter. So gab es an drei Tagen im Juli eine Geburtstagsparty unter dem Motto Blanc de Blanc – White Party, wo alle ganz in weiß erscheinen sollten, was erstaunlicherweise auch größtenteils geklappt hat. Verbunden war es mit einem 4-Gänge-Menü, einer Jazzband für die Live-Musik und einem in Hamm bekannten Discjockey, der früher auch Chef von Saturn und Berlet war.

Wir hatten trotz frühzeitiger Anmeldung nur noch zwei Plätze für Sonntag um 16:00 ergattert, hatten dann etwas Vorbehalte wegen der 30°C Außentemperatur, aber mit den Riesen-Schirmen und dem stets vorhandenen Wind in der Oststraße war es durchaus angenehm und erträglich.

Zu Essen gab es natürlich erst das selbstgebackene Brot mit Kräuterquark und Butter, die allerdings nicht so allzulange durchgehalten hat. Das Amuse war eine Grönland-Crevetten-Cocktail, der allerdings nicht auf Porzellan, sondern in einen kleinen (Eis-) Waffel serviert wurde, eine gute Idee und sehr lecker.

Der zweite Gang nannte sich Reinhardt’s Vorspeisenvariationen. Darauf war eine bunte Auswahl Vorspeisen der vergangenen Jahre: Lachstatar, frittierter Käse, frittierter Champignon, Carpaccio, kandierte Walnuss, Salat … Super!

Der dritte Gang wurde nicht serviert, sondern im Restaurant war unter dem Namen Pastastation eine Nudelmaschine aufgebaut, die frische Nudeln produzierte, und die man sich dann als Hausgemachte Pasta mit Pfifferlingen und Trüffel abholen konnte. Grob gehobelter Parmesan war auch noch auf den Nudeln, und mit dem Trüffel haben sie nicht gespart.

Beim vierten Gang lief’s ähnlich: Unter dem Namen Küchenparty konnte man sich in der Küche des Reinhardt’s das Hauptgericht zusammenstellen lassen. Zur Auswahl standen Roastbeef am Stück, Fjordlachs unter der Kräuterkruste, Rosmarinkartoffeln, Safranrisotto, Mediterranes Gemüse, Salat. Sauch Béarnaise und Pfeffer-Rahm-Sauce. Und da war sogar noch ein Nachschlag möglich!

Als Dessert wurden dann unter dem Namen Flying Desserts eine Art geeiste Crème Brûlée in der Eiswaffel und ein Mille Feuille gereicht.

Alles in allem ein tolles Event für IMHO unverschämt günstige 60€ pro Person Die Leute neben uns stellten sich auch als Rhyneraner heraus, und einer davon war sogar 2024 hier Schützenkönig, ansonsten kannten wir von den 40 Leuten niemanden. Der König hat uns sogar noch zum nächsten Schützenfest und zum Rhyneraner Weihnachtsmarkt eingeladen, wo der Verein „Freistaat Rhynerberg“ irgendweche Cocktails bastelt. Zuhause waren wir dann erst gegen 21:00!

Und hier noch einige weitere Eindrücke:

 

 

 

Ein Besuch in der Galerie

Heute hatten wir VIP-Tickets und waren zusammen mit Bernd Stelter, unserem Innenminister Reul und unserem OB Herter (ach ja: und Freddy Pieper) in der Galerie Mensing zu einen Rendezvous mit Peppone!

Peppone ist ein 54-jähriger französisch-kanadischer Künstler, dessen Werke von Farben und Kindheitserinnerungen bestimmt sind, wie die Homepage von Mensing meint. Auf jeden Fall sind die meisten seiner Bilder Pop-Art, von denen man sich hier welche ansehen kann, rund um das Thema Comics beheimatet – Peanuts, Disney, Loony Tunes, usw.

Für den 800. Geburtstag von Hamm, der überhaupt Anlass des Events war, hat Peppone eine spezielle Edition ersteltt, heute zum Sonderpreis. Ein Examplar bekam Herr Herter, wo das hinsoll weiß ich nicht.

Ansonsten gibt es bei Mensing, was ja bei uns um die Ecke liegt und sich mit dem ART CUBE einen der größten und schönsten Galeriebauten Europas nennt, viel interessante Kunst zu sehen, die im Allgemeinen aber weit jenseits unserer preislichen Vorstellungen lagen. Ist aber nicht schlimm, wir brauchen eh mehr Wand als Kunst, die haben wir reichlich, zumal wir mit Ulrikes Schwester Uschi eine Künstlerin in der Familie haben ….

Ungeplantes Pulled Pork

Ich habe hier ja schonmal geschrieben, dass ich bei Netto immer ganz genau in das Aktions-Kühlregal schaue, denn da gibt es oft zusätzliche Sachen, die nicht im Prospekt gestanden haben. Die Tage entdeckte ich dort eine Packung Pulled Pork von Guinness®. „schonend gegart mit BBQ-Sauce nach Guinness®-Art”. Obwohl sich die Zutatenliste ungefähr so las wie der Katalog von BASF, habe ich eine Packung mitgenommen.

Und? Chemie, aber lecker! Das Fleisch war sehr zart, die Sauce recht würzig – aber nicht zuviel – und leicht rauchig. Für schnelle Küche (6 Min. Mikrowelle) würden wir das noch einmal kaufen. Dazu gab’s Pommes aus der Heißluftsusi und Gurkensalat aus dem Hochbeet mit selbstgemachter Soße.

 

Reinhardt’s im Juni 2026

Nach den ganzen Events mal wieder ein normales À la Carte-Essen bei Reinhardt’s … das wie immer in letzter Zeit mit einem alkoholfreien Riegele im Hops & Spirits gegenüber begann.

Bei Reinhard gab’s natürlich erstmal das selbstgebackene Brot, heute mit Kräutercreme, Trüffel- und Tomatenbutter.

Als Hauptgericht hatte Ulrike Schnitzel Parmigiana mit Tomatenragout, Büffelmozzarella, Polentapommes, dazu ein kleiner Salat, und ich hatte Hamburger Pannfisch mit Porree-Rahm-Gemüse, Bratkartoffeln und Senfschaum. Das war beides sehr gut, nur das Porree-Rahm-Gemüse hätte mehr Rahm haben können, dafür waren die Bratkartoffel fantastisch.

Obwohl wir nur die kleinen Portionen hatten, waren wir danach ziemlich satt und nahmen nur das Zusatz-Mini-Dessert: Blaubeeren-Clafoutis mit Himbeersorbet. Herrlich.

Ich hatte dazu ein alkoholfreies Bier und Ulrike einen fantastischen 2023er Les Darons by Jeff Carell aus dem Languedoc, 70% Grenache, 20% Syrah, 10% Carignan und 89-91/100 Parker-Punkte, das ist schon was!

Il nostro Mezzogiorno Spettacolaro di Hamm

Zur Zeit sind im Rahmen der 800-Jahre-Hamm-Events ja Le Notti Spettacolari di Hamm. Da mussten wir hin, denn auf der Homepage der Stadt Hamm stand, ich zitiere: Genießen Sie auf dem Italienmarkt italienische Spezialitäten und die Angebote unserer heimischen Gastronomie-Betriebe.

Vor allem der Italienmarkt interessierte uns, und wir stellten uns das so vor wie den Holland-Markt im Herbst: Viele Stände mit italienischen statt (meist ungesunden) holländischen Leckereien bzw. so wie auf Un(n)a Festa Italiana, wo sich in der Bahnhofstraße und Massener Straße in Unna ein Stand neben den anderen reiht. Ich hätte es mir denken können: wie immer war in Hamm alles ganz anders. Der Italienmarkt bestand aus – kein Witz – einem einzigen Stand, Agricola Beatrice Berlingieri aus Crotone, der Bio-Olivenöl verkaufte, das allerdings zu einem vergeichsweise guten Preis. Da wir es mit etwas Ciabatta probieren konnten, und es uns sehr gut schmeckte, nahmen wir natürlich eine Dose mit. Den auf der Gastronomieseite der Stadt angekündigte Stand Bio-Produkte aus Italien – Agricola Turrà haben wir nicht gefunden. Entweder war er nicht da, oder er wollte nicht gefunden werden. Egal, auch zwei Stände sind kein Markt. Ach ja: Eine Weinhandlung aus Hagen (!) war auch noch da.

Apropos Gastronomie: Essen wollten wir natürlich auch, aber außer Pizza und Pasta gab es da nicht viel. Ein Caterer aus Unna, da gab es einen Salsiccia-Hotdog, die Pizzeria Piccola Taormia und das Restaurant La Locanda aus Unna an einem Stand, das Ristorante Toscana aus der Königstraße, Cafe Extrablatt/Sissi und Franz und ein kleiner Foodtruck+Cocktailzelt vom Enchilada (die letzten drei nicht sehr italienisch), das war’s.

Naja, Ulrike fand dann noch Scampi-Spieße auf der Karte des La Locanda, und für mich gabs ein paar Penne mit einer Lachs-Tomaten-Sahnesauce (auch das nicht sehr italienisch). War aber ganz gut. Aber auch das Essen war in Unna anders: Dort gab es viele Kleinigkeiten, sodass man mal hier mal da etwas für ein paar Euro probieren konnte. In Hamm gab’s wie immer und überall nur große, sattmachende Portionen.

Danach sind wir noch auf ein Getränk im Westend.

Manchmal ist es Sch… verwöhnt zu sein …

 

 

 

Susi & Strolch

heißt die Firma, von der mir meine Schwester die Tage erzählte, natürlich nicht, sondern Susi & Bruno. Auf jeden Fall ist das eine Food Truck-Firma aus Werne, die dreimal wöchentlich an Ihrer Firma in der Stadtmitte Halt macht und Suppen, Salate, Bowls, Butterbrote usw. verkauft

Ein interessantes Konzept, fand ich, und als ich auf deren Homepage schaute, stellte ich fest, dass Susi & Bruno zweimal in Woche auch sechs Firmen in Rhynern anfahren. Da uns die Kartoffel-Lauch-Suppe (Veggie) mit Hackbällchen oder Feta (als Wochensuppe) zusagte, bin ich heute morgen zum WA-Druckzentrum und habe zwei Portionen geholt.

Und? Naja, die Suppe war sehr lauchlastig, aber nach Zugabe von etwas Sambal Oelek ganz gut. Dagegen waren die Hackbällchen eine kulinarische Katastrophe. Billigste Convenience-Ware, viel Fett und Knorpel, wenig Muskelfleisch. Und wenn sie – wie die Homepage sagt – selbst gemacht waren, was ich wegen des identischen Aussehens stark bezweifle, waren sie aus billigsten Zutaten.

Kleine Anekdote am Rande: Irgendwie hatte der Kartenleser Schwierigkeiten mit meinen Karten, Bargeld nahmen die nicht, und so bot mir eine der dort Salat kaufenden Damen an, dass sie für mich mit bezahlt und ich ihr das Geld per Paypal sende. Fand ich sehr nett, zumal ich die Dame hinterher auf allen einschlägigen Business-Portalen fand und sah, dass sie im Druckzentrum eine Leitungsfunktion mit pp hat …

Den Foodtruck selbst konnte ich nicht fotografieren, weil er dafür völlig ungünstig stand.