Do Polski!

Meine Großmutter väterlicherseits, also die mit dem polnischen Migrationshintergrund, ist ja leider zu früh verstorben, als dass ich mich an mehr als an Ihre Bouillon mit selbstgemachten Nudeln und den Pflaumenkuchen mit Sahne erinnern kann.

Da ist es praktisch, dass im Februar direkt an der Pauluskirche ein polnisches Restaurant namens Buffet PRL eröffnete, das polnische Küche aus den 1970ern und 80ern anbietet.

Da wollten wir schon lange mal hin. Dummerweise haben die nur Donnertags bis Sonntags ab 14:00 geöffnet, aber heute war es soweit: Ab nach Polen. Um 13.45 haben wir meine Schwester in Auto gepackt und sind dahin.

Das Restaurant

In dem Laden (PRL steht für Polska Rzeczpospolita Ludowa (wörtlich Polnische Volksrepublik) sah es wirklich aus wie damals in Polen, die Einrichtung, Dekorationsstücke – alles alt.

Naja, Ulrike nahm Bigos (Sauerkraut, Polnische Wurst, Schweinefleisch, Salzkartoffeln) und meine Schwester und ich Mix Pierogi (5x polnisch mit Kartoffeln und Zwiebeln und 5x mit Putenfleisch und Zwiebeln, dazu Sauerrahm). Dazu gab es original polnische rote Oranzada-Limonade.

Das ganze war recht gut. Urike war der Teller zu voll, fand aber das Sauerkraut sehr lecker, allerdings das Fleisch recht undefiniert, die Pierogi waren sehr gut in Nudelteig und Füllung und schon ein Unterschied zu TK-Ware. Und die Limo hatte Zimmertemperatur, keine Ahnung, ob das normal ist. Nächste Woche kommt unsere polnische Haushaltsfee (die noch nicht in dem Laden war), und ich habe einige Fragen …

Danach lud meine Schwester noch zu Bar e Gelateria Martina auf ein Eis und einen Espresso. Ein schöner Abschluss!

Reinhardt’s im Oktober 2026

Heute war wieder Reinhardt’s-Tag, und begonnen hat er mit dem Tagesangebot: Einem kalten Schaumsüppchen von Hopfen & Malz auf Bierdeckel im Hops & Spirits ;-).

Bei Reinhardt’s selbst gab es einige neue Ideen: Zur Trüffel- und Tomatenbutter diesmal keinen Kräuterquark, sondern eine Ziegenfrischkäsecreme. Die war sehr lecker zu dem selbstgebackenen Brot, das heute noch etwas knuspriger war als sonst.

Ulrike wurde jetzt richtig wild: nach dem Hirschrücken am Sonntag in den Wielandstuben nahm sie Rücken vom heimischen Wildschwein unter der Zwiebel-Senf-Kruste mit Spitzkohl-Dattel-Gemüse, Rote-Beete-Knödel und Wacholdersauce und ich Kabeljaufilet mit süß-saurem Kürbis, Bratkartoffeln und Dreierlei Senfdip. Zum Kabeljau gab es noch frische Röstzwiebeln, die gar nicht auf der Karte standen, aber gut dazu passten. Neuartig waren die Bratkartoffeln. Die Kartoffel längst in Scheiben geschnitten und von beiden Seiten gebraten – herrlich. Auch der Rest war gut wie immer.

Da passte doch noch ein Dessert rein. Apfel-Kürbis-Tarte mit Eis von Hoppe’s Mandeln für Ulrike und Schoko-Mascarpone-Flan mit Pflaumensorbet für mich.

Ein 2022er Plumbago Nero d’Avola für Ulrike und alkoholfreies Bier für mich rundeten den Abend ab.

Schon wieder Schnitzel

Nach dem Reinfall mit dem Schnitzel bei Höffner letzte Woche brauchten wir mal ein vernünftiges. Also begaben wir uns wie schon öfter in das Restaurant Palmengarten im Gartencenter Hesse und aßen ein Schnitzel mit Pfefferrahmsauce und Pommes und eines mit Sauerkraut (!) und Pommes – das Sauerkraut war eigentlich für die Gerichte der bayerischen Woche, aber Ulrike mag das bei Hesse ganz gerne und bekam es zum Schnitzel.

Ja, das waren wieder vernünftige Schnitzel und Super-Pommes! Und sogar noch günstiger als in Höffners Kochmütze.

Hochzeitstag, der 26.

Zum diesjährigen Hochzeitstag haben wir uns mal wieder (wie schon öfter) die WielandStuben gegönnt. Irgendwie ist das immer noch Hamms feinstes Restaurant, nichts gegen Reinhardt’s (Herr Reinhardt hat da ja auch mal gekocht), es ist halt ein anderer Stil.

Wir starteten mit einem Martini Bianco auf Eis. Das Brot bestand aus Baguette und Nussbrot mit gesalzener Butter und Tomatenhummus. Das war mal etwas anderes und sehr lecker, aber das Brot ist bei Reinhardt’s besser.

Als Hauptgericht nahm Ulrike Rücken vom Neuseeland-Hirsch mit Kräuterseitlingen, Rosenkohl-Duett, Schupfnudeln und Walnuss und ich hatte Rücken vom Salzwiesen-Lamm im Kräuterstaub mit Bohnencrème, Speckbohnen-Ragout und Macaire-Kartoffeln. Beides fantastisch! Das Fleisch sooo butterzart, dem Hirsch merkte man kein Wild an, beides auf den Punkt gebraten. Auch die Beilagen, allem voran die Rosenkohl-Creme aus dem Duett – mir fehlen die Worte.

Da das Hauptgericht nicht sooo viel war, haben wir natürlich noch ein Dessert genossen: Ulrike die Schokoladeneis-Praline „A la Tartuffo” aufgegossen mit Orangen-Eiercreme aus der Brennerei Ehringhausen und ich Crème Brûlée mit Tonka Bohne, salziger Pistazie und Pistazien-Eis. Danach noch ein Espresso – perfekt.

Gut war, dass es auf der Speisekarte zu jedem Gericht eine Weinempfehlung gab, die wirklich passte, und so hatte Ulrike einen 2024er Malbec von Catena aus Argentinien und der Fahrer leider nicht dem empfohlenen Tempranillo aus dem Rioja Alta, sondern ein alkoholfreies Bier.

Alles in allem ein richtig schöner Abend. Wir haben beschlossen, da jetzt öfter hinzugehen – zum jeden Sonntagmittag und -abend stattfindenden und wöchentlich wechselnden Drei-Gang-Menü für 50 €. Das hatten wir letztes Jahr mal und es war super!

Übrigens: Der Laden war ausgebucht, ich habe um 19:00 nur einen freien Tisch gesehen, sogar eine Gesellschaft mit 20-30 Leuten war da …

Kleine Pizza

Die Tage sah ich bei Netto in der Kühlung mal wieder etwas Unangekündigtes: 6 frische Snack-Pizzateige für Backofen und Airfryer, neu von Tante FannyVor allem „für Airfryer” klang sehr interessant, und so habe ich ein Paket zum Testen mitgenommen.

Heute haben wir das zubereitet: Jeweils eine kleine Pizza kam in die Heißluftsusi, darauf die Pizzasauce (Ulrike hatte eine Flasche Kirschtomatensauce von Aldi reduziert und verfeinert), dann kleine Mozzarella-Kugeln von Netto zerquetscht darauf (Stangen-Mozarella wäre besser gewesen!), und dazu kam noch Thunfisch bzw. Spianata piccante von Penny, also einmal quer durch die Discounter. Das Ganze 7 Minuten bei 190 °C – Fertig.

Und das Ergebnis? Gelungen und lecker, man könnte nur die Backzeit noch 1-2 Minuten verlängern, damit der Boden noch fester ist.

Im Prinzip war das stinknormaler Tante-Fanny-Pizzateig, der vorgestanzt war, so dass man sechs untertassengroße Stücke hat. Kann man problemlos selbst schneiden.

Meine Schwester hatte die Tage einen Pizzateig von Knack & Back mit Namen „Meine Pizzeria”. Mal schauen wie der wird …

Ausreden

Kurzmitteilung

Die vier modernen Ausreden für ALLES:

  • Personalmangel
  • Kein Geld
  • Datenschutz
  • Notfall

Eine passt immer!

Immer noch nix

Weil wir nach einem Haushaltgegenstand schauen wollten, waren wir heute seit langem mal wieder bei Höffner, und da es gegen 13:00 war, sind wir nach ziemlich genau zwei Jahren mal wieder in das Restaurant Kochmütze gegangen, um zu schauen ob das Essen besser geworden ist.

Wir testeten das Schnitzel mit Pommes, um es direkt mit dem Schnitzel im Palmengarten des Gartencenter Hesse vergleichen zu können

HesseHöffner
Schnitzel mit Pommes8,20 €9,90 €
Jäger-/Paprika-Sauceinkludiert2,50 €
Salatinkludiert5,50 € vom Salatbuffet
Mayo0,50 € wenn überhaupt0,80 €, dafür remia
Herkunftgute Convenienceschlechte Convenience
GeschmackSchnitzelmehr Fett

Also: Das Schnitzel war immer noch nix, eine mittelprächtige Katastrophe, dazu noch lieblos ohne Salatblatt und Zitrone auf den Teller geklascht. Da wünschen wir uns das Restaurant La Cantina von Finke zurück, das war um Welten besser! Damals gab es auch noch individuelle WOK- und Pasta-Gerichte, Pizza. Steaks und Fisch. Die Hardware dafür steht noch, wurde aber nach Corona nicht wieder in Betrieb genommen, damals hieß es: Wegen Personalmangel. Dabei fing es direkt nach der Übernahme 2019 so gut an.

Eigentlich schade, weil es so nah ist. Aber Hesse ist auch nicht viel weiter, und wir gehen dann doch lieber da hin, zumal es dort immer wechselnde Tagesgerichte, vom Linsen-Eintopf bis zum Currygeschnetzeltem gibt, die uns noch nie enttäuscht haben. Der tamilische Küchenchef im Palmengarten ist immer für eine Überraschung gut.

Ach ja: den gesuchten Gegenstand gab’s bei Höffner auch nicht.

Reinhardt’s im September 2026

Das außerplanmäßige Essen mit den Kindern bei Reinhardt’s am letzten Sonntag hat uns nicht davon abgehalten, heute turnusgemäß zum Essen zu Reinhardt’s zu gehen. Heute mit dem obligatorischen alkoholfreien Riegele im Hops & Spirits vorher.

Nach dem selbstgebackenen Brot mit Kräuterquark, Trüffel- und Olivenbutter (heute mit extra leckerer und knuspriger Kruste) hatte Ulrike Schäufele vom Bauer Jumbo mit Blumenkohl-Feigen-Ragout, cremiger Polenta und Landbiersauce und ich Gebackener Schellfisch mit Wirsing-Meerrettich-Rahm, Kartoffelmousseline und Pernodschaum. Schäufele ist ja nicht mein Ding (weil zu fettig), aber Ulrike fand es klasse. Dafür war mein gebackener Schellfische der beste Fisch, den ich je bei Reinhard’s gegessen habe. Und dazu dann die leichte Anis-Note des Pernodschaums. Herrlich!

Es passte auch noch ein Dessert rein: Karamelcreme mit zweierlei Pflaume und Tarte Citron mit Schokoladeneis. Nochmal herrlich!

Dazu hatte ich alkoholfreies Bier und Ulrike den Fernándes di Piérola Crianza 2021 aus dem Rioja wie Sonntag.

 

 

Wie lange gibt’s die Currywurst noch?

Vor einiger Zeit haben die Hellweg Baumärke ja Insolvenz angemeldet, wurden anderen Baumärkten/Investoren zur Übernahme angeboten, aber bisher hat sich lt. Presseberichten für den Hammer Markt noch niemand gefunden. Sind also zwei Dinge zu befürchten.

  1. Ab Dezember steht an der Östingstraße eine riesige Bauruine
  2. Der erst im März 2026 dort eröffnete Currywurststand von Böckel (BÖCKELS Beste) schließt dann auch.

Schlimm wäre beides. Zum einen müssten wir dann statt der 5,3 km zu Hellweg immer nach Heessen (OBI – 9,4 km), Herringen (toom – 9,3 km) oder Werl (Hagebau – 10,4 km) – da kann man ja gleich nach Kamen (riesiger Hornbach – 18,3 km, aber schnell) oder Dortmund (riesiger Bauhaus – 34,1 km).

Zum anderen würde es die beste Currywurst mit der besten Currysauce in Hamm (und den besten Pommes neben Westend und dem Restaurant Palmengarten im Gartencenter Hesse) nicht mehr geben, denn ich sehe zumindest in der Innenstadt keinen anderen Standort für Böckel. Deswegen waren wir nach April und Juli heute noch einmal da, und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein.

Mal schauen, was wird …

Außerplanmäßig Reinhardt’s nach Mensing

Gestern kamen Mareike und Björn aus dem Rheinland zu Besuch und wollten natürlich zu Reinhardt’s zum Essen. Nicht ohne vorher im Hops & Spirits ein Bierchen zu trinken, aber daraus wurde nichts, denn die hatten bis 19:00 eine Craftbier-Tasting. Naja, nächstes Mal!

Gut, dass wir bei Reinhardt’s einen Tisch bestellt hatten, denn es war ziemlich voll. Wie auch immer, Ulrike und Mareike teilten sich als Vorspeise einen Crispy-Garnelen-Taco mit Gurken-Sesam-Salat, Björn nahm einen ganzen, und ich begnügte mich mit dem leckeren Brot und der Olivenbutter.

Als Hauptgang nahm Ulrike das Backhendl vom Münsterlander Hähnchen mit lauwarmen Kartoffel-Kürbis-Salat und ich den Hamburger Pannfisch mit Kohlrabi-Karotten-Gemüse, Bratkartoffeln und Senfschaum. Mareike nahm Hausgemachte Tagliatelle mit Broccoli, Chile, gereiftem Ricotta, Pistazienpesto und Rinderstreifen und Björn das Zusatzgericht: Wildschweinrücken.

Als Dessert gab’s für mich Schokoladenküchlein mit zweierlei Aprikose und für Ulrike Pflaumen-Amaretto-Tiramisu mit Walnusseis.

Ulrike und Mareike teilten sich eine Flasche Fernándes di Piérola Crianza 2021 aus dem Rioja, der auch mir schmeckte, aber da ich nicht mehr Auto fahren musste, tendierte ich zum Grevensteiner.

Am Nachmittag waren wir übrigens noch in der Galerie Mensing, dem Art Cube,  gewesen, der liegt ja praktisch bei uns um die Ecke. Dort waren der erste Tag der Art Performance Days u.a mit dem Kölner Künstler Tom Boston, der live malte und ein Newcomer namens Kilian Krüger, der mit einem spitzen Hammer Motive in Panzerglas hämmerte. Da muss man erstmal drauf kommen!